Reisetagebuch

Tag 29 (16.4.2017)

 

Um 1:15 haut uns der Wecker aus dem Bett, und pünktlich um 1:45 holt Timo uns mit der Transe ab, in der der Rest der Mannschaft völlig übermüdet von der durchgemachten Nacht in den Gurten hängt.

Problemfreie Fahrt zum Airport, leider nur fast konfliktfreies Einchecken, und um 4:15 hebt die Maschine der Royal Maroc Air ab. 3 Flugstunden später landen wir in Casablanca, und nach 4 Stunden Aufenthalt fliegen wir weiter nach Zürich. Nur Stephanie und Marius verlassen uns schon in Casablanca und fliegen nach Mailand, um eine Woche Toskana anzuhängen. Auch das keine schlechte Idee!

Schon gestern, Samstag haben die Grevings gemeldet, dass sie gut in der Heimat angekommen sind, heute um 16:15 meldet sich auch Team 8, unsere Hamburger, zurück in heimischen Gefilden, und fügen hinzu, was wir nach unserer Landung in Zürich bestätigen können: dass man nach der Hitze in Gambia einen ziemlichen Temperatursturz verkraften muss.

Team 2 wird von den Ehefrauen, die übrigen von Herrn Ganter in die Heimat gefahren. Wenn keine Nachrichten gute Nachrichten sind, dann sind spätestens heute abend alle gut zu Hause angekommen.

Gespannt warten wir nun noch auf die Zusammenstellung der vielen vielen Fotos und der Filmclips, die auf der Reise gemacht wurden und womöglich wird es auch eine "Manöverkritik" geben. Warten wirs ab und genießen erst mal das Aprilwetter.

Und was schreibt man nach 4 Wochen gemeinsamen Reisens jetzt so als Schlusssatz? Vielleicht den: Schön war's trotz allem oder gerade deswegen!


Tag 28 (15.4.2017)

 

Gegen Mittag, nach einem weiteren ausführlichen Frühstück, verabschiedet sich auch das Hamburger Team aus Mama's. Sie verbringen den letzten Gambiatag in einem Luxushotel mit Spa. Auch nicht schlecht!

Team 2 schraubt die vorletzten Nummernschilder ab (die vom Campingplatz fehlen noch), packt die Kühlboxen, die "Supra" schon in die Transe verlädt und sortiert aus, was vor Ort bleibt und was die Heimreise antritt.

Im Schatten wird gedaddelt und die Zeit verdöst. Man schaut sich auch schon mal Fotos von der Reise an und fragt sich, wie weit die Heimreisenden schon geflogen sein mögen.

Von den Campingplatz-Teams weiß man nur, dass sie heute nochmal bei Butcher's essen wollten und auch noch einen Strandbesuch vorhaben.

Am Abend unterhalten 2 Koraspieler das Publikum, ein letztes kaltes Bier spült den vielen Staub hinunter und Absprachen wegen des Transfers zum Airport werden getroffen, und zum Schluss herzliches Abschiednehmen von Sheriff und Johann "Django".


Tag 27 (14.4.2017)

 

Heute mal wieder kein festes Programm. Ausgiebiges Frühstück wie eigentlich schon die ganze Zeit. Der harte Kern war gestern Nacht noch auswärts feiern und kommt entsprechend und recht spät zum Omelett.

3 Teams checken aus.

17:00 Treffen auf dem Campingplatz, alle helfen mit beim Schnippeln und Kochen, es gibt Fisch, Gemüse, Maniok, Baguette.

Feines Essen. 

Erstes Abschiednehmen beginnt. Die Grevings und die Aachener fliegen schon heute Nacht.

Team Master muss schließlich ganz allein bei Mama's den Schlaftrunk nehmen?

Nö, die Hamburger und Julian sind mit von der Partie.


Tag 26 (13.4.2017)

 

Die Teams fahren zu unterschiedlichen Zeiten Richtung Süden nach Kartong und dort zur Boboi Beach Lodge.

Lt. Reiseführer ist diese Gegend touristisch weitgehend unberührt, die kilometerlangen Sandstrände nahezu menschenleer.

Man darf gespannt sein.

Jaaaa, wunderschöner Strand!

Und diejenigen, die erst mal was essen möchten, müssen geschlagene 90 min warten, was sich dann aber doch rentiert hat.

Das Meer ist warm, das Baden macht Spass, der Wellengang ist mäßig.

An Strand gibt es schattige Unterstände und so mancher macht ein Nickerchen.

Zurück bei Mama's gibts zum Bierchen Livemusik. Eben lief Alexis Sorbas!!!

Einige haben sich Reis mit Bohnen besorgt, im Restaurant gab es Beef mit Rösti.

Zum Schluss singt auch noch Johann, da wird es dann doch so langsam Zeit sich zur Ruhe zu begeben.


Tag 25 (12.4.2017)

 

Kleiner Nachtrag zu gestern: bei dem Zupfinstrument scheint es sich um eine Kora gehandelt zu haben, eine Harfenlaute, ein gambisches Nationalinstrument.

Nicki Nangka ist der Name des Hotels, in dem wir gestern Abend waren.

Heute trafen wir uns um 12:30 alle in Butcher's zum Lunch.

Es gab ein reichhaltiges Buffet der gehobeneren Art.

Programm gabs für heute keines mehr, was den meisten gar nicht so unrecht gewesen sein dürfte.

Am späteren Abend trafen sich alle wieder bei Mama's und sprachen den gekühlten Getränken zu.

Gegen 23:00 geben die letzten Mohikaner auf und verschwanden in der Falle.


Tag 24 (11.4.2017)

 

Da wir schon um 9:00 zu einer Bootstour aufbrechen möchten, heißt es, mal etwas früher aus den Federn zu kommen.

Alle auf und in den Ducato und damit fahren wir zur Lamin Lodge. Auf 2 Boote verteilt werden wir entlang Mangroven und schließlich durch einen Mangroven-Tunnel gepaddelt. An dieser Stelle verweist der Autor ausdrücklich auf Fotos, wann immer die gepostet werden mögen. Das gleiche gilt für eine Kooperative, die Bienen züchtet und die dieses Wissen weitergibt sowie den Abuko-Nationalpark, den wir anschließend besuchen.

Bei Mama's gibts am späten Nachmittag nach der verdienten Dusche das eiskalte Bierchen vom Fass. Bericht schreiben und die Kontakte mit der Heimat pflegen sind an der Reihe.

Um 20:00 sind wir von der ASB-Klinik zum Essen eingeladen. Wir freuen uns.

Wir haben übrigens auf Nachfrage nochmal nachgerechnet: Team Master ist von Waldkirch bis zu Mama's guesthouse 6838 km gefahren. 

21:30. Wir sitzen auf der Dachterrasse eines Hotels direkt am Meer und hatten ein vorzügliches Essen. Am Buffet gab es Reis, Couscous, Gemüse, Chicken, Rindfleisch und Fisch. Köstlich!

Zum Abschluss des Abends gabs noch was auf die Ohren: 5 Mann an der Trommel, einer an einem Zupfinstrument.

Man könnte sich im Urlaub wähnen.


Tag 23 (10.4.2017)

 

Ab 8:00 gibt es Frühstück, diversifiziert durch milde Gaben des dth-Teams, in der Hoffnung, gelegentlich eine Trommel voll gewaschen zu bekommen.

Und das kulinarische Highlight: Es soll Chappalappa anstelle des allzu luftigen Baguettes geben - what ever that means!

Der Dieselgenerator, der uns gestern Abend mit ordentlicher Lautstärke in den Schlaf gehustet hat, schmeißt uns um 7:30 aus demselben.

So bleibt immerhin genügend Zeit für ein ausgedehntes Frühstück, fürs Zurechtmachen und Anlegen des obligatorischen dth-Outfits.

Der Empfang in der Klinik ist aufsehenerregend. Zur Freude nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch der Passanten und Bewohner umliegender Anwesen wird getrommelt und getanzt.

Nach einer Führung durch die Klinik, bei der wir Reception, Labor, Behandlungsräume, Zahnarztstation, Entbindungsabteilung etc. gezeigt bekommen, findet die Übergabe des Schecks in Höhe von 40000,- € plus 9 Fahrzeugen statt.

Vorher hatten wir noch die Verwaltungsräume, die Sonnenkollektoren und die Batterien in Augenschein genommen.

Die Autos, die kleine Reparaturen brauchten, wurden in die Werkstatt von Heiner gebracht.

Eine Gruppe brach danach mit Mr. Fax nach Katchikally auf. Dort gibt es ein kleines Museum und den heiligen Krokodilpond, in dem ca. 100 Krokodile darauf warten, mit täglich 250 kg Fisch gefüttert werden. Einige von ihnen liegen am Ufer und lassen sich von uns (wenn auch nicht alle so mutig sind) streicheln.

Die Dusche und das kalte Bier vom Fass, das heute gottseidank wieder fließt, sind anschließend an der Bar von Mamas guesthouse schon fast obligatorisch.

Wir holen uns aus einem einheimischen Restaurant Maniok mit Bohnen und Fischfrikadellen, schmeckt ausgezeichnet.

Gegen 23:00 leert sich die Bar so langsam, und versprochen wurde, dass der Generator schon bald ausgeschaltet werde. Wollens hoffen.


Tag 22 (9.4.2017)

 

Gestern Abend hat uns Beatrice im guesthouse begrüßt und herzlich willkommen geheißen. Für uns Ausgehungerte gab es Sandwiches und Bier.

Heute morgen, nach dem Frühstück, das aus Kaffee, Baguette und Omelette bestand, luden wir die Fahrzeuge in Beatrice' Haus aus und bauten sie zurück, im Transit und Ducato wurden die hinteren Sitzbänke wieder eingebaut.

3 Teams sind auf einen Campingplatz umgezogen.

Morgen früh wird offizielle Begrüßung bei der ASB-Klinik sein.


Tag 21 (8.4.2017)

 

Wir starten mal wieder um 7:00.

Man hätte es wissen müssen, es gibt weder Strom noch Wasser. Also WC ohne W, Sagrotanspray statt Dusche.

In 10 Minuten sind wir an der Fähre, die Schlange ist gewaltig.

Dank unseres Mr. Fax wird nichts aus der Drohung, eine Nacht vor der Fähre verbringen zu müssen. Wir sollen sogar bevorzugt schnell auf die Fähre kommen. Ein Deal ??? Scheint so, nicht nur bei uns ist Vitamin B wichtig!

Inzwischen ist es 9:00. Diese Schlange bewegt sich recht träge. Um 12:00 sind die ersten beiden VW-Busse auf der Fähre, was gar nicht so einfach war!!! (siehe Fotos).

Aber immerhin 4 weitere Fahrzeuge unserer Flotte stehen in vorderster Reihe.

12:45 rollen wir auf die Fähre.

15:30 kommen die restlichen 4 Fahrzeuge vom Schiff.

Um 19:00 sind wir am Ziel. Die ersten Bierchen sind ganz schnell weg.

Und dann erst mal unter die Dusche.

Fortsetzung folgt.


Tag 20 (7.4.2017)

 

Aufstehen um 6:00, Abfahrt um 7:00 zur letzten großen Etappe unserer Reise, lt. Roadbook 365 km. 435 km sind es am Schluss. Eine Stunde benötigen wir, um durch St. Louis durchzufahren und am Stadtrand unsere letzten Senegal-Francs zu vertanken.

In der Stadt konnte man sehen, wie die Gehsteige und Straßenränder gefegt wurden. Das sah richtig gut aus!

Wir freuen uns, dass die Straße in ausgezeichnetem Zustand ist, die erste Hälfte kommen wir gut voran. Dann haben wir eine Piste, über die man zwar schon mit bis zu ca. 70km/h brettern kann, dabei aber ordentlich Staub schlucken muss. Die letzte Strecke finden wir nochmal gute, geteerte Straßen vor, und der Grenzübertritt, bei dem uns Mr. Fax zur Seite steht, ist der schnellste in Afrika. Um 17:00 haben wir es geschafft, unser Ziel, Gambia, haben wir erreicht. Der Rest von Farafenny bis Banjul soll angeblich total easy sein, wenn man es erst mal auf die Fähre geschafft hat. Im Innenhof unserer Unterkunft kochen wir Chilli con und ohne carne, aber mit Kartoffelpüree.

Wir übernachten lieber in unseren Autos, nachdem wir die Zimmer gesehen haben. Wir benutzen lediglich WCs und Duschen.

Morgen erwartet uns der Einzug der Gladiatoren, wenn man den Gerüchten glauben darf. Auch hier wieder: Schaun wer mal!!!


Tag 19 (6.4.2017)

 

Ruhetag in St. Louis.

Luxus im Sanitärbereich! Frühstück am Pool! Sonne satt! Den ganzen Tag frei!

Wir fahren mit der Linie 3 in die City und ein Stück darüber hinaus. Und dann machen wir uns zu Fuß auf den Weg. 

In einem Café bestellen wir 14xFrühstück und dann dauerts aber. Nach 1 h kommen die ersten zwei Omelettes, und bis die letzten beiden eintrudeln, brechen die ersten schon auf, denn bis zu heißem Wasser für den Pulverkaffee dauert es noch mal ne Stunde. Aber die ausgelassene Stimmung kann das nicht beeinträchtigen.

Von hier machen sich kleinere Gruppen auf den Weg, die Stadt ist ja so interessant!

Um 19:00 trifft man sich bei der Post und sucht ein Lokal, das auch das alles hat, was auf der Karte steht. Dazu muss man auch schon mal das Lokal wieder verlassen!

Wir landen schließlich in einem Restaurant, in dem einige schon gestern Abend waren. Preiswert und gut, charmant übrigens auch die Art, wie man sich behalf, als das Licht in der Toilette nicht funktionierte: man drückte uns eine Kerze in die Hand.

Ein überaus gelungener Tag!!!


Tag 18 (5.4.2017)

 

7:00 Abfahrt, es ist seeeehr heiß und soooooooo staubig.

Gegen 14:00 sind wir endlich an der Grenze. Um 17:00 sind wir durch, und damit wars der schnellste Durchgang unserer Reise.

Dann durchqueren wir St. Louis und sind auf dem Campingplatz. Der Stellplatz ist als höchstens suboptimal zu bewerten. Die Fahrzeuge stehen z. T. im tiefen Sand, z.T. auf einer Schutthalde. Aber es gibt einen Pool (gegen Aufpreis), Duschen und akzeptable Toiletten. Luxus im Vergleich zu den letzten Tagen!

Eine Gruppe macht sich auf den Weg in die Stadt, eine andere reserviert im Restaurant am Platz, es gibt Chicken mit Pommes, dazu ein Bierchen. Ein anstrengender Tag geht zu Ende.


Tag 17 (4.4.2017)

 

Laut Roadbook Ruhetag in Nouakschott.

Der Versuch, schon heute weiterzufahren misslingt aus verschiedensten Gründen.

Wer gestern in Nouakschott war, und das waren die meisten, ist der Meinung, dass das auch reicht, man vielleicht lieber einen Tag länger in St. Louis bleibt.

Aber so bleibt es wie vorgesehen, Abfahrt Richtung Senegal/St. Louis erst morgen.

Unsere Lebensmittel werden auch schon deutlich weniger, gestern Abend war Bestandsaufnahme. Unter anderem gibt es noch Kartoffelpüree-Pulver für mehrere Wochen, mit dem Süßstoff müssten wir theoretisch noch mehrere Jahre hinkommen. 

So langsam sehen unsere Autos so aus wie die, die hier herumfahren. Die eine oder andere Blessur ist hinzugekommenen, der Sand, der inzwischen allüberall zu finden ist, verstärkt dieses Bild.

An Strand, im Schatten des Restaurants ist es angenehm "kühl", vom Meer weht eine leichte Brise, die Brandung ist spaßoptimal, das Urlaubsfeeling stellt sich locker ein. Aber wir sind ja nicht zum Spaß hier, wir schöpfen nur frische Kraft für die letzten, sicher nicht unanstrengenden Etappen.

So langsam reicht es den meisten, im Auto schlafen zu müssen, zumal es hier auch in der Nacht ziemlich warm bleibt. So mancher zählt die verbleibenden Autonächte, andere haben einfache Zelte dabei und darin geschlafen.

Am Vormittag entschließt sich Team 5 die Gruppe zu verlassen und bricht auf in Richtung Flughafen. Gegen Abend rollen die Hamburger mit Unimog und T4 auf den Platz.

Es ist inzwischen dunkel, die Städter kommen zurück, es wird gekocht, jetzt kann ja gleich gar nichts mehr schief gehen.

Nachtrag zu Tag 17

 

Während unseres Aufenthaltes in Nuakschott, der Hauptstadt Mauretaniens, gab es die Möglichkeit ein Krankenhaus für Neurochirurgie zu besichtigen. Über Saleck, der bereits seit Sebastian Starkes erster Fahrt mit dem Verein in Kontakt geblieben ist, haben wir von dieser Möglichkeit erfahren.

Das Krankenhaus wurde durch viele Projekte realisiert. Da es dafür an staatlichen Mitteln mangelt ist Chefarzt Prof. Soumaré höchst engagiert das Projekt mit privaten Spendern zu realisieren. Das Ziel des derzeitigen Projekts ist es einen eigenen Operationskomplex anzubauen, damit die Patienten direkt in einem Haus diagnostiziert, operiert und behandelt werden können.

Prof. Outouma Soumaré ist gebürtiger Pariser und lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Mauretanien. Er lehrt unter anderem an der Universität Marseille, ist Projektleiter in Nouakschott und einer von lediglich 7 Neurochirurgen in ganz Mauretanien. In lockerer Atmosphäre durften wir ihm interessiert zuhören und unsere Fragen stellen. Aber auch einige von uns mussten sich seinen medizinischen Fragestellungen stellen, was souverän gemeistert wurde.

Von der Idee "Drive to help" ist er ganz begeistert und würde am liebsten sofort mitmachen.

Beim Rundgang fielen uns besonders die Unterschiede zu deutschen Krankenhäusern auf. Deshalb sind wir jetzt umso gespannter auf die ASB Health Clinic in Gambia, welche wir bald erreichen werden.


Tag 16 (3.4.2017)

 

5900 km von zu Hause!

Am Strand kann man Fischern zuschauen, die ein großes Netz an Land ziehen, die Fische sortieren und mit einem kleinen Lkw abtransportieren, um sie vermutlich in Nouakschott zu verkaufen.

Einige von uns baden im Meer, eine Dusche gibt es hier auch.

Reparaturen gibt es auch noch zu erledigen: der Transit am Motor, und am Renault fiel die rechte Schiebetür raus. Für Florian und Jakob kein Problem.

Einzeln wird nach Nouakschott gefahren.

Team Master macht auf der Suche nach der City eine ausführliche Stadtrundfahrt und muss an einer Ausfallstraße eine nicht ganz billige Vignette kaufen. Aber dafür dürfen wir ab sofort ein ganzes Jahr nach Nouakschott hineinfahren. Auch nicht schlecht.

Den Nachmittag verbringen wir auf unterschiedliche Weise:

Baden im Meer bei recht starker Brandung, Essen im Strandrestaurant, Stadtbummel und Einkäufen, ......

Die Stadtbesucher bringen frischen Fisch mit, der z. T. gegrillt sowie als Ragout prima schmeckt.

Um das Grillfeuer sitzend geht der Tag so langsam zu Ende.


Tag 15 (2.4.2017)

 

Um 8:00 startklar, müssen die Fahrzeuge wieder zurück auf die Straße, was gar nicht so einfach ist. Es klappt nur mit viel Schwung und dank des gesenkten Reifendrucks. Der muss zunächst wieder erhöht werden, mit dem Kompressor vom Unimog eine Sache von 20 Minuten.

Um 9:30 steigt Hadrami zu und die ersten 100km der heutigen Etappe fahren wir auf einer gut ausgebauten Straße. In unserem Cockpit herrschen schon um diese Zeit 35*, spätestens jetzt kann man sich nicht mehr vorstellen, wie kalt es in Nord- Marokko zu Beginn unserer Reise noch war.

Das Thermometer klettert aber auch heute auf 50* und sinkt erst auf erträglichere 35*, als wir die Küste erreichen. 

Um 11:30 lassen wir wieder den Reifendruck ab und die Wüstenetappe beginnt. Hierzu muss man die Bilder sehen, das hat schon was, hier abseits von Straßen zu fahren.

Um 14:00 ist Mittagspause, und als wir das Meer erreichen, und nur noch 20km vom Fischerdorf, unserem Tagesziel, entfernt sind, haben wir gleich 2 Pannen auf einmal. Hubert hat eine Reifenpanne, die schnell behoben ist, der Transit zieht nicht mehr so richtig, und auch das Auswechseln des Zündverteilers bringt nicht die erhoffte Wirkung, deshalb wird so lange abgeschleppt, bis die Abschleppstange auseinander bricht. Da hat sich der Motor aber so weit abgekühlt, dass er wieder rund läuft. 

Das Fischerdorf sieht für unsere Verhältnisse erbärmlich aus. Primitive Hütten und überall Müll!

Hadrami führt uns zu den Dünen, einladend schaut es auch hier nicht aus.

Wir beschließen, nach einer kurzen Pause, in der Sprit aus den Kanistern nachgefüllt und die Reifen wieder aufgepumpt werden, auf der Straße nach Nouakschott zu fahren. Vorgesehen war eigentlich für morgen eine Strandetappe. Aber das wäre erst um 15:00 möglich gewesen.


Tag 14 (1.4.2017)

 

Gestern Abend sind wir um 23:45 auf dem Rasthof Barbas angekommen und haben noch vollgetankt.

Um 7:00 wollten wir wieder rollen. Und so klappt es auch. 

Der Kompass zeigt auf +|- 180*, also genau nach Süden, und wir bewegen uns auf den 22. nördl. Breitengrad zu, was bedeutet, dass wir gestern den nördl. Wendekreis überquert haben müssen. Auf ihn scheint die Sonne ziemlich steil, am 21. Juni sogar senkrecht, dann macht sie sich wieder auf den Weg Richtung Äquator.

Kurz vor 9:00 stehen wir am Zoll und da geht es erst mal wieder in den Scanner.

Um 12:00 sind wir endlich aus Marokko ausgereist. Aber jetzt kommt erst noch der mauretanische. 

Der Thermometer im Auto ist zeitweilig am Anschlag, mehr als 50 kann er gar nicht anzeigen!

15:30 wir sind durch!!!

Kurz hinter der Grenze biegen wir von der Straße ab zur Versteckten Düne, wo unser Führer Hadrami einen Zugang sucht, während schon einige Fahrzeuge im Sand festsitzen. Da wird jetzt ganz einfach der Reifendruck abgesenkt, teilweise muss noch mit Anschieben nachgeholfen werden, aber dann steht die Wagenburg mal wieder.

Das landestypische Essen besteht heute aus Kartoffelpüree, Sauerkraut, Würstchen und Erbsen/Karotten. Und mal wieder staunt der Beobachter, welch immense Portion so mancher verspeist.

Wen wundert es, dass diese Energiemassen sich anschließend auf der Düne austoben müssen.

Da wird einiges geboten. Endlich versteht man, warum der Salto "mortale" heißt, 

Handstandüberschlag und Weitsprung sind weitere Disziplinen.

Nach Sonnenuntergang ist für die meisten Feierabend.


Tag 13 (31.3.2017)

 

Ausschlafen! Das haben sich alle gewünscht.

Also ist es schon gegen 9:00, als man draußen die ersten Stimmen hört. 

Bei manchen Teams ist Großwäsche angesagt, auch wenn die teilweise umsonst war (so hört man).

Bei der Morgentoilette wird schnell klar, wie vergammelt die Anlagen sind. Testurteil: ungenügend!

Abfahrt vom Campingplatz individuell.

Man begegnet sich beim Einkaufen, beim Tanken, im Café, ...

Um 18:00 trifft man sich und geht in ein Restaurant, wo die meisten das Kamelfleisch essen, es gibt aber auch Fisch, Gemüse, Salat.

Abfahrt 19:40. Wir reiten in den Sonnenuntergang!


Tag 12 (30.3.2017)

 

Start vom Camp Bédouin um 8:45. Zum Frühstück hatte es leckeres Paprika-Rührei gegeben.

Die heutige Strecke ist 540 km lang und soll uns nach Dakhla führen. Dafür haben wir morgen einen Ruhetag.

Bis Mittag 6 Polizei-Kontrollen und außer dass dem Volvo der linke Scheinwerfer plötzlich nur noch am Kabel von der Karosserie runterhängt, was mit 3 Streifen Tape schnell repariert ist, passiert nicht viel.

Um 16:45 erreichen wir den Campingplatz. Einige fahren in die Stadt, andere trinken das wohlverdiente Bierchen oder duschen oder besichtigen Platz und Strand. Es ist angenehm warm, aber es bläst ein beständiger Wind.

Als die Stadtbesucher mit den Einkäufen zurück sind, wird geschnippelt und gebrutzelt, und parallel zum großen Palaver wird der ausgezeichnete Reis-Gemüse-Topf verzehrt. 

Beschlusslage: wir gehen morgen Abend gemeinsam essen und fahren dann um ca. 20:00 Richtung Grenze.

Im Laufe des Tages sollten alle Teams den Tank und die Kanister vollgetankt, genügend Trinkwasser gebunkert und Passbilder und ausgefüllte Formulare parat haben.


Tag 11 (29.3.2017)

 

Das Essen gestern Abend war gut und reichlich: Fisch und Gemüse.

In der Wagenburg gibts noch einen Absacker, der unter anderem bewirkt, dass ein übermütiger Scherzbold die Autotüren mit Klebeband fixiert.

Die, die am frühen Morgen dringend die Blase leeren müssen, finden das nicht ganz sooooo lustig. Und für versteckte Latschen findet sich schon Ersatz.

 

Abgemacht war, um 9:00 vom Platz zu rollen und am Ort frühstücken zu gehen.

Das klappt auch so und um 10:30 sind wir on the road again.

Der Himmel ist bedeckt und die Temperaturen halten sich noch im Bereich der 25* Marke. Die Vegetation ist nur noch spärlich, erste Wanderdünen in ihrer Sichelform tauchen auf, Herden von Dromedaren sind zu sehen.

Relativ gute Straßen führen uns größtenteils am Meer entlang, wir passieren eine Saline und wenn man Menschen sieht, dann sind es Männer, von denen die meisten angeln.

Gegen 16:00 sind wir auf dem Campingplatz. Niemand ist da. Franziska telefoniert mit dem Betreiber, der wegen einer Autopanne nicht kommen kann, und wenn, dann auch nicht das Restaurant für uns öffnen kann. Aus dem versprochenen, laut Alex zartestem Fleisch aller Zeiten, weil vom Kamel, wird also auch nichts.

Marius und Jörg fahren in den nächsten Ort um einzukaufen. Mal sehen, wie unser Abendessen wird.

Es gibt Couscous mit so ziemlich allem drin was die Vorratskisten so hergeben. Schmeckt nicht schlecht! Man wird satt!

Wir sitzen zum Abschluss des Tages noch eine Weile am Lagerfeuer und in der Schlafkoje riecht es dann folgerichtig wie in einem Kohlenmeiler.


Tag 10 (28.3.2017)

 

Weiterfahrt 9:30, Ziel El Ouatia via Guelmim, ca. 370 km, zum Campingplatz Atlantique.

10:30 Der Nissan Sunny hat vorne rechts einen Plattfuß.

Reparatur erledigt in 15 min.

Um 15:45 sind wir am Ziel. Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Die Wagenburg fährt auf.

Eine große Plane aufzuspannen, ist bei dem Wind gar nicht so einfach. Also lassen wir es. Geht auch so, sind ja schließlich nicht "all inclusive".

Für die völlig Ausgehungerten wird die Gemüse-Tomatensauce-Spaghetti-Melange aufgewärmt. Schmeckt vermutlich noch, bleibt nichts übrig.

Einige stürzen sich in die wohl recht kalten Fluten des Atlantik.

Aber alle freuen sich über die komfortablen und warmen Duschen. Und noch mehr aufs Essen. Jens hat über den Platz-Chef in einem nahegelegenen Restaurant reserviert und einen (hoffentlich) guten Preis aushandeln lassen.

Wie es war, erfährt der geneigte Leser morgen.


Tag 9 (27.3.2017)

 

4:00 aufstehen!!!

Abfahrt: 4:30, alle sind pünktlich zur Stelle. Wir fahren ins Atlasgebirge hinein. Ein unvergessliches Erlebnis. Eine beeindruckt schöne Strecke. Von dort gehts in die Tiefebene Richtung Agadir und dann in den Antiatlas mit Ziel "Blaue Felsen".

Irgendwo unterwegs sichten wir das erste Kamel.

Vor beeindruckender Kulisse muss jetzt erst mal eine Fotostrecke sein: Alle im dth- T-Shirt auf den Dächern der Autos, dann im Jimdo-Shirt, man muss ja auch an die Sponsoren denken.

Dann wird die Wagenburg aufgefahren und die Küche ausgepackt. Spaghetti mit Gemüse-Tomatensauce und viel frischem Koriander - köstlich!

Ein schöner, gemeinsamer, entspannter Abend beginnt.

Beeindruckend der Sonnenuntergang und der Sternenhimmel, wie man ihn wohl nur hier sehen kann.

Gegen 22:00 kehrt Nachtruhe ein.

Anzumerken für die Daheimgebliebenen: in Jakob und Florian vom Team Charlemagne haben wir 2 weitere recht versierte Kfz-Experten dabei.


Tag 8 (26.3.2017)

Frühstück im Stehen, aber erst deutlich nach 8:00.
10 von uns fahren wieder mit dem Sammeltaxi in die City zum Stadtbummel. Zentrale Anlaufstelle ist das Café de France, auf dessen Dachterrasse wir jetzt bei Tag die Aussicht über die Stadt und die dahinter majestätisch aufragenden Gipfel des Atlasgebirges bestaunen können.
Zurück auf dem Campingplatz treffen wir die Entscheidung, dass Team 5 und Team 8 gemeinsam und getrennt von den 7 anderen Teams eine Route um das Atlasgebirge herum fahren, da der Unimog die steilen Anstiege bis zum Pass voraussichtlich nicht packen wird.
Also wird Werkzeug, Küchenausrüstung und Proviant geteilt und auf nunmehr 2 Karawanen verteilt. So langsam kehrt Ruhe ein, der harte Kern wird morgen um 4:00 aufstehen und um 4:30 losfahren.
Fortsetzung folgt............

Tag 7 (25.3.2017) 

 

Azilal, Camping Zebra.

Strahlender Sonnenschein schon um 7.30 Uhr!

Erst mal ausgiebig frühstücken, und während Team Karlchen noch am Auto schraubt und zur Probefahrt startet, stehen auch so langsam die anderen auf.

Ziel heute Vormittag sind die Wasserfälle von Ouzoud. Ein Erlebnis!!! Siehe Fotos!

14.30 Weiterfahrt. 158km bis Marrakesch.

17.00 Erste richtige Panne. An Huberts Auto ist das Kupplungsseil gerissen. Master schleppt ab.

19:00 Ankunft Campingplatz. Ein eiskaltes Bier passt ausgezeichnet. Die Runde beschließt, mit dem Sammeltaxi in die City zu fahren. Die Spezialisten organisieren den Reparaturservice für den morgigen Tag. 

Auf der Djemaa el Fna findet sich in dem Gewühle, nachdem wir eine Avocadomilch, bzw. Avocado-Orange probiert haben, ein langer Tisch, und wir lassen uns Tajine, Fischteller, Fleischspieße, Auberginen, etc. schmecken.

Nach ein paar Runden um den Platz und durch die Medina, wo viele Händler schon zu schließen beginnen, nehmen wir auf der zugegebenermaßen zugigen Dachterrasse eines Cafés einen Kaffee zu uns und genießen die Aussicht auf den Platz, wo uns um 24:00 das Taxi wieder abholt.

Die Stimmung ist regelrecht ausgelassen, die Musik und das Gelächter des Fahrers tun ihr übriges.

Gegen 01:00 finden wir ins Bett, zum ersten Mal nicht bei klirrender Kälte und klammen Händen.


Tag 6 (24.3.2017)

 

7:00 Es ist saukalt und regnet in Strömen. Was ist nur mit Afrika los? Schnell den Motor gestartet und die Heizung auf Volllast. Und dann auf die Piste.

Erst kommen uns Autos mit Schnee auf dem Dach entgegen, und dann, ein Stück weiter bergauf, schneit es, liegt Schnee auf den Feldern.

An einer Tankstelle in den Bergen frühstücken wir, und hier gibt es mal wieder ordentliche Toiletten (uff).

15:30, bei einem recht steilen Anstieg streikt "Karlchen". Jetzt ist mal wieder Hubert gefragt. Es muss der Thermostat sein, der Kühler läuft nämlich.

Es kann weiter gehen, und um 17:30 erreichen wir unser heutiges Ziel, den Campingplatz "Zebra".

Hier kommen zum ersten Mal die Brauerei-Garnituren zum Einsatz.

Und es wird richtig gekocht: Reis, Gemüse und Putenfleisch. Prima Essen!

Für einige geht es danach recht bald in die Heia, für andere dauert der Abend denn doch etwas länger.


Tag 5 (23.3.2017)

 

Start vom Campingplatz ist gegen 10:30, nach ausgiebigem Frühstück und Besprechung der Tagesroute. Tankstopp noch in Tanger und dann geht es Richtung Chefchaouen. Hier haben wir, obwohl das Roadbook den Besuch empfiehlt, nur Zeit für eine Minipause, da sonst der Zeitplan gar nicht mehr hinhaut.

Auffällig heute: eine sehr hohe Esels-Dichte und viele Kinder, die einem winken.

Hat aber wahrscheinlich nichts miteinander zu tun!!!

In der Abenddämmerung lachen wir noch lange über einen Funkspruch von Julian: "Ich weiß, eure Nachtsichtgeräte sind geil, aber schaltet trotzdem das Licht ein."

Nach längerer Suche finden wir hinter Meknez einen "Campingplatz", der aber leider zur Zeit weder Strom noch Wasser hat!!! Egal. Wir stellen die Fahrzeuge ab und 14 von uns spazieren in den Ort und finden ein Restaurant. Hier kommen feine Sachen auf den Tisch: zuerst eine Suppe mit Nudeln, Kichererbsen und Koriander. Dann stehen 2 Töpfe mit Gemüse und Fladenbrot vor uns, und zum Schluss gibts Hackfleisch vom Hammel mit Zwiebeln und Tomaten. Alles schmeckt ausgezeichnet. So kanns weitergehen!


Tag 4 (22.03.2017)

 

Um 7:00 fahren wir erst mal wieder zum Scannen. Nach dem Eintreffen des äußerst netten und hilfsbereiten marokkanischen Guides beginnt das Antichambrieren bei diversen Beamten verschiedener Hierarchie-Ebenen, bis irgendwann endlich jemand bereit ist, die mitgeführten Sachen zu kontrollieren. Jeder Wagen wird zu großen Teilen ausgeräumt, die Kartons geöffnet, die "Waren" dokumentiert. Wahrscheinlich wären Ladelisten hilfreich gewesen, aber ob sie den Gang der Dinge beschleunigt hätten, bleibt Spekulation.

Um 14:00 wird immer noch verhandelt.

So um 22:00 gibts, da die Abfahrt immer noch nicht gewiss ist, einen heißen Hühner-Eintopf, der tut richtig gut.

23:00, wir fahren endlich aus dem Hafen in Richtung Tanger. 

23:30 erreichen wir den Campingplatz "Miramonte", wo es nach einem Bierchen auch schon bald in die Kojen geht.


Tag 3 (21.3.2017)

 

8:00, bei Brozzy gibt es Frühstück. 

Jens handelt einen unverschämt guten Preis für die Fähre aus, 122,-€ pro Team!!! Inke hat wohl gut vorverhandelt!!! Die letzten Einkäufe werden getätigt, und um 10:30 ist Treffen für die Fahrt zum Hafen.

11:30, wir fahren auf die Fähre.

Verfolgt bitte erst mal unsere Weiterfahrt auf dem GPS-Tracker, da die Verbindung von Afrika aus noch ungewiss ist. Bis dahin, Fortsetzung folgt...

14:00 Ortszeit, Ankunft in Tanger Med.

18:00 Wir brauchen Geduld, Marius und Jens verhandeln, und wir warten halt erst mal. Wir müssen damit rechnen, hier auf dem Zollhof zu übernachten. Nicht gerade das, wovon man träumt, aber nicht zu ändern. Afrikanische Gelassenheit - jetzt haben wir Gelegenheit, sie einzuüben.

Hubert hat eine Stunde damit zugebracht, unter allgemeiner Anteilnahme die Türe eines Fahrzeugs aufzubrechen.

Kurz vor 22:00 fahren wir erneut zu einem Scanner, in der Hoffnung, dass uns das was bringt.

Im Nachhinein wissen wir: hat es nicht. Wir übernachten im Hafen!!


Tag 2 (20.3.)

 

Abfahrt kurz nach 8:00.

Durch die Pyrenäen herrscht noch Nebel, aber auf der Autovia de Castilla Richtung Madrid wird es schön. Wir haben für diesen Tag runde 1000 km vor uns.

Tankstopp um 14:00, zwischen Zamora und Salamanca, unser Cockpit-Thermometer zeigt 32* an.

22:30 Ankunft in Algeciras, auf dem Carrefour-Parkplatz warten Inke und Michael und lotsen uns auf einen danebenliegenden Wohnmobil-Stellplatz.

"Familienzusammenführung" kommentiert Timo. Es ist jetzt wieder deutlich kühler, was passt da besser als ein eiskaltes Bier zum Umtrunk. Smalltalk und eine kurze Besprechung und dann nichts wie ab in die Falle!


Tag 1 (19.3.2017)

 

Es ist soweit! Marktplatz Waldkirch, Punkt 9:00 stehen die 7  Fahrzeuge in Reih' und Glied. Allmählich bevölkert sich der Platz, Verwandte, Freunde, Interessierte, Schaulustige, schnell sind ganz schön viele Leute zusammen, da schaut man auf und in die Fahrzeuge, unterhält sich mit dem Personal, erkennbar an den roten T-Shirts mit dem Drive-to-help-Logo.

Der stellvertretende Bürgermeister von Waldkirch, Michael Behringer, begrüßt die Anwesenden, richtet in einer kleinen Rede die Grüße der Gemeinde aus und betont, wie wichtig und wertvoll es sei, mit solch einer Fahrt den Menschen zu helfen, die auf Hilfe angewiesen sind. Seine guten Wünsche gibt er den Teams mit auf den Weg.

Alexander Gössel, Vorstandsmitglied und Organisationsgenie, richtet ebenfalls ein paar Worte an die versammelten Leute. Auch er wünscht der Unternehmung einen guten Verlauf, vergisst auch nicht, die vielen Sponsoren und Helfer zu erwähnen, und fügt hinzu, dass man auch weiterhin gerne Spenden entgegen nehme.

Und dann ist es wirklich soweit!

10:00, die Karawane setzt sich planmäßig in Bewegung. Ein letztes Hupen und Winken - und weg sind wir.

18:00, und die zweite Pinkelpause, diesmal in der Auvergne. Es ist kalt hier oben, auf den umliegenden Höhen liegt noch ganz schön Schnee.

Am Wagen von Team 6 muss eine Birne am Hauptscheinwerfer gewechselt werden.

Inzwischen hat sich das Aachener Team gemeldet. Sie warten auf einem Rastplatz südlich Bordeaux auf uns.

20:00, zweiter Tankstopp in Höhe Sarlat.

22:00 Ankunft auf dem Rastplatz und Team Charlemagne erwartet uns schon.

Kurzes Palaver, es wird entschieden, noch bis kurz vor die spanische Grenze zu fahren. Um 01:00 sind wir dort und fallen kurz darauf auf die Matratzen.

Schon um 22:00 waren wie von Geisterhand unzählig viele LKW auf der Autobahn aufgetaucht,  der Verkehrslärm ist auch dementsprechend, irgendwann schlafen wir aber trotzdem ein. Morgen früh soll es um 8:00 weitergehen.


Tag 0 (18.3.2017)

 

Pünktlich um 9:00 sind alle 7 Teams vollzählig in Siensbach zum Verladen der Hilfsgüter angetreten. Die Stimmung trotzt dem Dauernieselregen, und am frühen Nachmittag ist alles verstaut.

Zum Briefing trifft man sich dann in der warmen guten Stube der Starkes.

Die Roadbooks, die jeder Teilnehmer erhält, sind schon recht detailliert, werden jedoch ergänzt von den Berichten von Sebastian und Alex, die ja schon bei der Spendenfahrt 2014 dabei waren. Jetzt freuen sich alle erst recht auf die Fahrt.


Tag -1 (17.3.2017)

 

Die Ruhe vor dem Sturm? Zumindest auf WhatsApp. Sechs der Teams, die sich heute noch in Waldkirch treffen werden, sind jetzt wohl schon auf dem Weg. Die Hamburger senden ein Foto vom "Aire du Viaduc de Millau". Ganz ordentlich weit in Südfrankreich also.

 


Tag -2 (16.3.2017)

 

Max vom Team 7 hat heute Geburtstag. Als er sich für die zahlreichen Glückwünsche bedankt, betont er, wie sehr er sich auf den Samstag freut.

Die Hamburger (=Team 8) sind gestern noch bis 22:30 durchgefahren und haben an ihrem ersten Fahrtag immerhin 620 km zurückgelegt. Was das für eine Leistung ist, wird klar, wenn man hört, dass "Brozzy", so heißt ihr Unimog, benannt nach dem Künstler, der das Gefährt umgesprayt hat, über manche Berge nur mit mühsamen 30km/h rüberschnauft. Besonders gefreut haben sie sich dann aber bei der Talfahrt, da gehe der Brozzy so richtig ab!!!

Und wenn wir schon bei den guten Nachrichten sind: Brozzy braucht keine 20 l auf 100 km, auch keine 19, nein, nur schlappe 18!!!! Dafür aber liegt seine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit, wenn man nur konstant fährt, bei 50 km/h. Und wie schreiben Inke und Michael so schön: "Wie man es auch hält, ein Racecar wird unser Brozzy nicht mehr".

 

Wir schließen für heute mit den tröstenden Worten Jakobs: "Team 8 haltet durch, bald gibt es keine Autobahn, dann kommt die Zeit für den Dicken."


Tag -3 (15.3.2017)

 

Letzte Vorbereitungen für die große Fahrt nach Gambia: Das Hamburger Team ist seit heute morgen auf dem Weg nach Süden und wird dabei ständig von Lastwagen überholt, was bei einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h auch kein Wunder ist. Aber mehr ist aus dem Unimog beim besten Willen nicht herauszuholen, und aus diesem Grunde musste er früher als die anderen losfahren.

Team 2 hat die zwei letzten Tage das Auto gepackt und heute mittels Großeinkauf die fehlenden Lebensmittel erstanden und verstaut. In der WhatsApp-Gruppe werden Ratschläge gesucht und gegeben, da erkundigt man sich nach Stromwandlern oder freut sich auch nur auf die Fahrt.

Am Samstag, dem "Tag 0", werden sich die Teams in Siensbach treffen, um die gespendeten Güter auf die Fahrzeuge zu verteilen und sich noch ein letztes Mal vor der Abreise "briefen" zu lassen.

Geplant ist, am Sonntag bis in die Gegend von Bordeaux zu kommen, und am Montag trifft man sich in Gibraltar mit Team 8. Ab Tanger ist dann die Gruppe mit 9 Fahrzeugen und 18 Besatzungsmitgliedern erstmals komplett. Nach mehr als einjähriger Vorbereitung rückt unsere Abfahrt zur ASB Health Clinic in Gambia nun also in greifbare Nähe. 

Am Sonntag, 19.03.2017 um 10:00 Uhr starten wir unsere 3-wöchige Charity Rallye durch 8 Länder und 2 Kontinente auf dem Marktplatz in Waldkirch. Für diejenigen, die uns auf unserer Reise "begleiten" möchten, gibt es die Möglichkeit, auf unserer Homepage (www.drive-to-help.de) unsere Reiseberichte zu lesen, Bilder anzuschauen oder unsere Position unter "Spendenfahrt 2017" und "GPS Live-Tracking" mitzuverfolgen.

Gerade wird gefragt, wie viele Klamotten man mitnehmen solle, ein anderes Team meldet, dass jetzt alle Aufkleber drauf sind - auf dem Auto wohlgemerkt! Niklas hat heute Morgen SWR4 ein Interview gegeben, das heute zwischen 16:00 und 17:00 ausgestrahlt wird. Letzte Infos über Grenzübergänge und Wüstenführer kommen rein.

Es ist spannend und aufregend, Fortsetzung folgt!